10 Wege, wie dich Supermärkte dazu bringen das zu kaufen, was du nicht willst

Zu viel, zu teuer, das Falsche - wir wissen, warum du vom Einkauf mit Dingen zurückkommst, die du gar nicht willst.

Irgendwie hast du heute wieder das gekauft, was du gar nicht wolltest. Viel zu unvorbereitet bist du in die Falle des Supermarkts getappt und, wie die Fliege im Spinnennetz, an teuren Produkten hängen geblieben. Zu gut war die Psychologie, der Ladenaufmachung. Damit du beim nächsten Einkauf nicht mit rosa Überraschungsei und Pseudo-Schnäppchen ausgehst, hier ein paar Erkenntnisse:

1. Sie sagen dir rot sei günstig

Oft siehst du rote “Discount”-Schilder schon auf Plakaten vor dem Supermarkt, damit du sie im Laden kennst. Rote Preisschilder bedeuten nicht immer reduzierte Preise. Du verbindest aber Angebote damit und greifst leichter zum markierten Produkt.

Der Eingang durchs Blumenfeld – so wird der Einkauf viel angenehmer.

2. Sie richten Angebots-Ecken für dich ein

Angebotsecken mit teuren Markenprodukten, die keiner braucht, sind da nicht viel besser –  20 Prozent Nachlass hin oder her. Meist sind sie immernoch  teurer als die Hausmarke.

Rote Discounts und Angebotsaufkleber sind Lockvögel.

Rote Discounts und Angebotsaufkleber sind Lockvögel.

3. Sie verführen dich mit süßen Gerüchen

Saftige Melonen, leuchtend rote Äpfel, perfekt gebogene Bananen; wer da nicht gleich Lust auf Obstsalat bekommt! Dabei macht es keinen Sinn gleich am Eingang mit den frischen Lebensmitteln konfrontiert zu werden. Später zerquetschen die Bananen unter schweren Waschmittelpaketen. Aber der frische Geruch und die Farben sollen gleich zu Beginn des Einkaufs ein gutes Gefühl auslösen. Plus, wenn du gesundes Essen gleich am Anfang einpackst, steigert das die Wahrscheinlichkeit später auch Junkfood in den Wagen zu legen. Du hat ja gleich so vorbildlich gestartet, da geht dann schon mal ein Schokoriegel… und Gummibären; achja und Kekse hattest du auch lange nicht mehr.

Frische Früchte freuen sich auf dich!

4. Sie sagen es durch die Blume

Auch Blumen stehen oft am Eingang. Das hat Marktfeeling und suggeriert dir du seist in einem heimeligen Laden. Du fühlst dich weniger vom Supermarkt überwältigt, und führt dazu mehr Zeit auf dem Mark… äh, im Laden zu verbringen.

Und die Blumen sind auch nicht weit.

5. Sie täuschen frische Ernte vor

Früchte und Gemüse wird oft in schönen Körben ausgelegt. So sieht es aus als käme es direkt vom Feld.

Frischer Lauch und Karotten.

6. Sie stiften Verwirrung mit ungeraden und undurchsichtigen Preisen

Loses Obst wird meist zum Kilopreis angeboten. Abgepacktes Obst hat einen Festpreis pro Päckchen. Da ist es schwer auf den ersten Blick herauszufinden, was eigentlich billiger ist.

Preisschilder mit ungeraden Zahlen, sind nicht selten.

7. Sie lassen dir das Wasser im Mund zusammenlaufen

Backautomaten hat mittlerweile fast jede Discounter-Kette. Wer kennt es nicht, wenn der Alarm klingelt und die nächste Riege frischer Croissants in die Auslage gleich am Eingang gelegt wird. Der Geruch des Gebäcks aktiviert deine Speicheldrüsen, verleitet dich zu Impulskäufen – gemein.

Frisch gebackene Croissants duften verführerisch.

8. Sie zwingen dich überall hin zu laufen

Grundlegende Dinge, wie Milch, Eier und Klopapier sind über den ganzen Laden verteilt. Das hat den Sinn dich durch den ganzen Supermarkt zu schicken, bis du alles hast, was du brauchst. Da laufen einem gerne Dinge über den Weg, wie elektrische Fliegenklatschen, die du sowieso schon mal testen wolltest oder Pseudo-Profi-Laufschuhe; jetzt, wo der Frühling kommt und du fit werden willst.

Labyrinth Supermarkt – bis man hat, was man will muss man erst durch den ganzen Laden laufen.

9. Sie platzieren Markenprodukte auf Augenhöhe

Na wo steht denn der billige Ketchup? Ganz sicher nicht da, wo du auch ohne Kniefall oder Zerrung hinkommen kannst. Die teure Über-Marke steht dagegen genau vor deiner Nase.

Teure Marken strahlen auf Augenhöhe entgegen.

10. …und Süßigkeiten an der Kasse

Du es fast geschafft, die Ausgangstür ist in erreichbarer Nähe. Aber du hast die Rechnung ohne die langsame Kassiererin gemacht. Jetzt musst du warten. Plötzlich bleibt dein Blick an kleinen Schokoriegeln hängen. So teuer sehen 1,20 Euro für einen Riegel gar nicht aus – schon gar nicht für Kinder, die sich an der Kasse noch schneller langweilen. Quengeln kannst du jetzt nicht gebrauchen; irgendwie grummelt nach dem ganzen Stress der Magen. Schwupps landet der Süßkram auf dem Band.

Und auf dem Band landen Zuckerbomben.

Aber lass dich nicht verarschen:

Iss vor dem Einkauf richtig, schreib dir eine Liste und checke vorm Anstehen nochmal den Einkaufswagen. Falls es so aussieht, als wäre der fast leer und du müsstest noch etwas kaufen, jetzt, wo du sowieso schon hier bist: Das ist Trick 17 der Supermärkte – zu große Einkaufswägen und Bedürfnisse wecken, die du gar nicht hast.

 

erschienen am 07. März 2017

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