Deine Pflanzen im Kokoskleid - DIY-Blumenampel

Frühlingszeit ist Pflanzzeit. Mit dieser selbst gemachten Blumenampel bringt ihr eure Stecklinge stilvoll in die Erde, anstatt im Baumarkt Geld für Plastiktöpfe auszugeben!

Zwei fertige Kokos-Hängeampeln in unserem Büro.

Säge, Drahtbürste, Schleifpapier, Öl, Kokosnuss, und Filzstift.

Aus unserer Ideenwerkstatt, von der Natur inspiriert – Eine Hängeampel aus Kokosnuss. Neben Spaß am Werkeln benötigst du für die Hängeampel:

  • eine Kokosnuss
  • Drahtbürste
  • Säge oder Winkelschleifer
  • etwas Schleifpapier
  • einen Stift samt Glas zum Anzeichnen
  • Lein- oder Olivenöl
  • Schnüre, um die fertige Hängeampel daran aufzuhängen

Du hast alles was du brauchst? Dann Ärmel hoch und los gehts.

Zunächst die überschüssigen Fasern der Nuss entfernen.

Die Kokosnuss mit der Drahtbürste von den Kokosfasern befreien.

Dafür eignet sich die Drahtbürste. Je nach optischer Vorliebe können die Fasern ganz, oder nur grob entfernt werden. Wir haben einmal beides gemacht.

Als nächstes die Kokosnuss öffnen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, zuerst solltest du aber das Kokoswasser aus der Nuss lassen. Dafür gibt es einen einfachen Trick: auf der einen Seite der Kokosnuss sind drei Keimlöcher. Das sind von Natur aus die schwächsten Stellen der Schale, da sich hier der Keim aus der Nuss bohren wollte. Hier kannst du mit einem sauberen Schraubendreher durchstechen und das Wasser ablassen – schmeckt super lecker.

Kokos-Fakt: Die Kokosnuss ist eigentlich gar keine Nuss, sondern eine einsamige Steinfrucht.

Jetzt kannst du die Frucht öffnen. Dabei solltest du dir überlegen, welche Pflanze du später in die fertige Hängeampel setzen willst. Braucht die Pflanze eher trockene Erde und nur wenig Wasser, wie Aloe Vera? Dann öffnest du die Nuss an der Seite ohne Keimlöchern. Oder mag sie es doch feucht und hat nichts gegen Staunässe, wie verschiedene Farne? Dann öffnest du die Nuss an der Seite mit Keimlöchern. Kurz: Löcher im Boden für Pflanzen die es trocken mögen, für Pflanzen die es feucht mögen keine Löcher.

Links: Diese Seite für eine trockene Pflanzschale; rechts: Diese Seite für eine feuchte Pflanzschale entfernen.

Beim Öffnen ist Vorsicht geboten: Kokosnüsse sind sehr hart, weswegen man beim Sägen leicht abrutschen kann – pass auf deine Finger auf! Damit der Schnitt gerade wird kannst du vorher mit Hilfe eines Glases eine Linie vorzeichnen. Dafür legst du die Kokosnuss mit der Schnittfläche auf ein Glas und zeichnest entlang des Randes.

Die Schnittfläche wurde mit einem Filzstift markiert.

Jetzt kannst du mit der Säge vorsichtig entlang der Linie sägen.

Vorsichtig entlang der Linie sägen.

Für Profis: Schneller geht es mit einem Winkelschleifer und passender Trennscheibe. Dabei am besten eine Schutzbrille und Mund- sowie Gehörschutz tragen. Wer noch nie mit einem Winkelschleifer gearbeitet hat sollte sich kundige Hilfe organisieren.

Wenn du keine Säge oder Winkelschleifer hast, kannst die Nuss auch aufbrechen. Dafür benötigst du ein schweres Messer, Hackebeil oder einen Hammer. Mit der Rückseite der Klinge haust du auf die Nuss, da wo sie brechen soll. Am besten zielst du auf den Grad, der beim Zusammenwachsen der drei Teile einer Kokosnuss an der Seite der Frucht entsteht. Dort  bricht die Nuss am besten. Die Bruchkante muss dann noch begradigt werden. Daher haben wir uns für die Säge entschieden.

Ist die Frucht offen, entfernst du das Fruchtfleisch. Dafür mit einem alten Buttermesser zwischen die Schale und das Fruchtfleisch fahren, um das Innere herauszuhebeln – ein wenig anstrengend aber der Mühe Wert. Das Fleisch schmeckt super als Snack mit Limette oder als Kokos-Sambal. Wichtig ist, dass das Fruchtfleisch restlos entfernt wird, da sich sonst Schimmel bildet.

Das Fruchtfleisch der Kokosnuss schmeckt super als Snack mit Limette.

Nun kannst du schleifen um die Schnittkante zu begradigen. Dafür das Schleifpapier auf einen Tisch legen und die Schnittfläche der Kokosnuss darüber ziehen – Fleißarbeit die sich lohnt.

Kokos-Fakt: Kokosnüsse sind von Natur aus resistent gegenüber Wasser. Palmen vermehren sich natürlicherweise indem die Nüsse ins Wasser fallen und durch die Strömung zu anderen Inseln getragen werden. Die Nüsse können wochenlang im Wasser dümpeln ohne Schaden zu nehmen. So findet man auch auf den abgeschiedensten Inseln Palmen.

Zwei geölte Kokosnusshälften samt Öl.

Um die Nuss zusätzlich zu schützen, versiegeln wir die Schale mit Öl. Wir haben Leinöl genommen, Olivenöl eignet sich aber auch. Einfach ein Tuch eintauchen und die Schale damit einreiben. Für einen glatten Look ölst du die Innen und Außenseite. Wenn du Rest-Fasern stehen gelassen hast, nur die Innenseite.

Sechs Fäden und eine Schere für das Netz.

Fast geschafft. Als nächstes ist Feinmotorik für das Netz gefragt, in der die Kokosnuss hängen wird. Dafür brauchst du sechs gleichlange Fäden. Wir haben dafür gewachste Baumwolle verwendet. Schön wäre zum Beispiel auch ein Jutebindfaden.

Das Netz knüpfen.

Alle Fäden zu einem Bündel zusammenknoten. Der Knoten bildet die unterste Basis des Netzes. Nun die Fäden in 3 Paaren zusammen nehmen (1). Diese Paare knotest du jeweils auf der gleichen Höhe zusammen (2). Jetzt knotest du jeweils einen Faden der daneben liegenden Pärchen zusammen, so dass sich Netz-Rauten bilden (3). Wichtig hierbei ist es, dass alle Knoten auf der gleichen Höhe sind, sonst wird es schief. In dem Netz, kannst du die Kokosnuss aufhängen.

Überschüssige Fäden unterhalb der Nuss kannst du dazu verwenden, Ziergegenstände aufzuhängen. Wir haben einen Stein mit Loch und einen Korallenanhänger angebunden.

Auf die Plätze, fertig, pflanzen.

Jetzt kann gepflanzt werden! Erde einfüllen, Pflanze dazu, festdrücken und gießen.

Unsere zwei fertigen Kokos-Hängeampeln. Links mit Restfasern, rechts glatt gebürstet und geölt.

Fertig ist die Kokos-Hängeampel! – Wir haben sie an unsere Gardinenstange im Büro gehängt. Wo kommt deine hin?

Die Kokos-Hängeampeln werden ins Fenster in unserem Büro gehängt.

 

erschienen am 11. März 2017

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