So einfach öffnest du deine eigene Wurmfarm

Eine Budget-DIY-Anleitung für den schmallen Geldbeutel. Die Wurmkiste ist in wenigen Handgriffen einsatzereit.

Stapelboxen, Ablassventil, Hanfmatte, Zwitungspapier und Kompostwürmer.

Eine Wurmkiste ist toll. Eigenen Humus und Flüssigdünger aus Bio-Abfall zaubern – praktisch. Doch diejenigen unter uns, die nicht so viel auf der hohen Kante haben, dürften die Idee nach dem Stöbern im Netz gleich wieder in die ”wenn ich mal Geld hab dann“-Schublade packen. Die Dinger sind echt teuer.

Aus diesem Grund hier die Anleitung für eine Budget-DIY-Wurmkiste.

Was du brauchst:

  • Drei ineinander stapelbare Kisten mit Deckel – 7- 8 Euro pro Stück
  • Ein Ablass, wie der einer Regentonne – 3 Euro
  • Startpopulation Würmer – 35 Euro

Optional:

  • Mineralienzusatz – 5 Euro

Macht in der Basic-Version rund 60 Euro, mit Optionen etwa 70 Euro.

Klar Holz ist ökologisch und schön. Das einzige Problem: Der Preis. Da dies eine Anleitung für den schmalen Geldbeutel ist haben wir uns für stapelbare Plastikkisten entschieden, die die billigste Variante darstellen.

Upcycling Tipp: Ausrangierte Postkisten sind stapelbar und eignen sich hervorragend für eine Wurmkiste.

All set, ready, go

Die Wurmkiste ist in wenigen Handgriffen einsatzbereit.

Das Ablassventil kann mit Hilfe eines Skalpels oder Cuttermessers eingesetzt werden.

Zuerst das Ablassventil in die unterste der drei Boxen setzen. In dieser wird sich später der sogenannte Wurmtee sammeln. Als Wurmtee wird das Sickerwasser bezeichnet, das durch die Kompostierung entsteht. Es eignet sich hervorragend als Flüssigdünger für jegliche Pflanzen.

Zeichne zum Einsetzen des Ventils mit einem Stift den Gewinde-Umriss auf die Box und schneide ihn anschließend mit einem Skalpell oder Cuttermesser aus. Das Ventil mit der beiliegenden Kontermutter im Loch befestigen.

Die zwei übrigen Kisten müssen mit Löchern im Boden versehen werden.

Als nächstes sind die oberen zwei Kisten dran. Damit die Würmer später von der einen in die andere Kiste wandern können und der Wurmtee nach unten sickert, brauchen die Kisten Löcher im Boden.

Dazu einen mindestens 6 Millimeter, maximal 10 Millimeter Bohrer verwenden. Sind die beiden oberen Kisten mit Löchern versehen, war es das schon mit dem handwerklichen Teil.

Die Würmer ziehen in ihr neues Heim

Jetzt können die Würmer in ihr neues Zuhause. Vorbereitend hierzu in einem Eimer reichlich Pappe und Zeitungspapier in Wasser einweichen.

Zeitungspapier und Pappe werden in Wasser eingeweicht.

Die unterste Kiste ist die mit dem Ablassventil. Damit genug Raum entsteht, in dem sich der Wurmtee sammeln kann, benötigt sie mehr Abstand zur mittleren Box. Wir haben zwei alte Pflanztöpfchen hineingestellt, worauf dann die zweite Box steht. Auch Steine oder Ziegel eignen sich dafür.

Nun die mittlere der drei Boxen mit Zeitungspapier auslegen, um die Löcher zu verdecken. Das Zeitungspapier mit einer Sprühflasche anfeuchten.

Das Zeitungspapier mithilfe einer Sprühflasche einweichen.

Das vorbereitete Zeitungspapier-Pappe-Gemisch gut ausdrücken und in einer 5 bis 10 Zentimeter dicken Schicht in der Kiste verteilen.

Eine etwa 5 – 10 cm Schicht aus Zeitungspapier-Pappe-Gemisch bildet die Basis.

Darauf die Würmer aussetzen und zusätzlich ein wenig Torf, Erde oder Kokosfasern drauf streuen. Damit sich die Würmer gut einfinden, kannst du ein wenig Wurmfutter und Mineralien dazugeben.

Die Würmer ziehen zusammen mit Erde, ein wenig Wurmfutter und den ersten Bio-Abfällen.

Das Ganze mit den ersten Bio-Abfällen vom Mittagessen und dem Kaffeesatz vom Frühstück toppen. Die Hanfmatte anfeuchten und in die Kiste legen.

Zum Schluss die obere Kiste samt Deckel auf die Hanfmatte stellen. Gefüttert wird nun immer in der mittleren Kiste, bis sie voll ist.

Sobald die mittlere Kiste gefüllt und durchkompostiert ist, kannst du das Futter in die obere Kiste geben. Die Würmer wandern dann durch die Bodenlöcher zum Futter in die obere Kiste. Sobald die Würmer oben sind (2-3 Tage) kann der Humus aus der mittleren Kiste entnommen werden.

Dafür rotieren die Kisten. Die mittlere Kiste wird zur oberen und die obere Kiste wandert in die Mitte. Du fütterst immer in der Mittleren, sobald du den Humus entnommen hast.

Die fertige Wurmfarm. Unten die Box für Wurmtee mit Ablassventil und Abstandhaltern. In der mittleren Box wohnen und essen die Würmer. Die obere Box diehnt als Deckel und wird befüllt, sobald die Mittlere voll ist.

Viel Spaß beim Wurmfarmen.

erschienen am 24. März 2017

 

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