Untenrum ohne Müll – 7 Tipps für Zero Waste Intimpflege

Für die Intimpflege gehen viele Ressourcen drauf - besonders, wenn man Frau ist. 7 Tipps, wie wir Geldbeutel und Umwelt schonen können.

In Sachen Damenhygiene haben wir es weit gebracht. Mussten sich Frauen zum Ende des 19. Jahrhunderts noch mit dem „Dianagürtel“ der Firma Teufel rumschlagen, haben wir heute die Wahl zwischen Einlagen und Tampons. Sehr zur Freude unseres Komforts.

Dafür gehen allerdings Unmengen an Baumwolle, Holz, Erdöl und Geld drauf. Laut Huffington Post kostet die “pinke Steuer” etwa so viel wie ein kleiner Elektroflitzer – 16.500 Euro. Kein Wunder, hat doch eine Frau durchschnittlich 6 Jahre ihres Lebens die Tage. Mit etwa 16.800 Binden oder Tampons, die man da verbraucht, entsteht ein ordentlicher Müllberg.

Der Diana-Gürtel - bequem sieht der nicht aus.

Der Diana-Gürtel – sah nicht so gut aus für die Damen damals.

Generell gehen für den Intimbereich viele Ressourcen flöten – man denke nur an das viele Toilettenpapier. Wie es besser geht? Hier sieben Vorschläge:

1. Die Menstruationstasse

Leider immernoch ein Nischenprodukt ist die Menstruationstasse. Und das obwohl sie fast zeitgleich mit dem ersten Tampon entwickelt wurde. Warum sich das ändern sollte erklärt Inka in ihrem Video.

Generell halten Menstruationstassen bis zu 10 Jahre und bestehen aus Naturkautschuk oder Silikon. Dieses Material kann zwischendrin gut unter fließendem Wasser abgewaschen werden, am Ende der Periode kocht man die Cups ab.

Bei OU gibt es die MeLunas, in verschiedenen Größen, Farben und mit unterschiedlichen Griffen. Andere Anbieter sind Mooncup, Ruby Cup, DivaCup, Moskito, Lunette, OrganiCups und Fleurcup. Von Hersteller zu Hersteller variieren die Preise zwischen 15 und 30 Euro.

Der Tenor lautet: Wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, ist der Becher bequem und unkompliziert, spart viel Geld und Abfall.

2. Der Naturschwamm

Tatsächlich handelt es sich hier um ein Stück Naturschwamm, das den Tampon ersetzt. Generell ist er ähnlich zu handhaben, wie eine Menstasse. In verschiedenen Größen erhältlich kostet er um die 5 Euro und kann etwa 1 Jahr verwendet werden. Der Schwamm wird nicht abgekocht, sondern zunächst mit kaltem Wasser ausgewaschen und über Nacht in Essigwasser eingelegt. Alles andere macht das Naturmaterial hart und somit unbrauchbar.

3. Freie Menstruation

Ganz ohne Hilfsmittel kommt die freie Menstruation aus. Hier versucht man die Blutung zu kontrollieren, so dass man sie zu gegebener Zeit in die Toilette ablassen kann. Die Blutung einer Frau kommt nicht in langanhaltenden Strömen, sondern in Intervallen. Um diese herauszufinden empfehlen Praktizierende zu Beginn etwa alle 30 bis 45 Minuten auf die Toilette zu gehen. Die Methode ist die umweltfreundlichste und spart Geld, kostet aber Überwindung und Zeit. Nur die Wenigsten ringen sich dazu durch.

4. Bloodmilla – waschbare Einlagen

Von den Wortspielen im Namen einmal abgesehen sind waschbare Einlagen eine gute Alternative für Einweg-Binden. Bloodmilla wird von Hand in der Schwäbisch Alb genäht und ist aus GOTS-zertifizierten Stoffen. Auch Kulmine wird seit 20 Jahren in Deutschland aus Bio-Baumwolle und -seide gefertigt. Gewaschen bei 40 bis 60 Grad, halten sie mindestens 5 Jahre. Weitere Hersteller: Lunapads, MOMIJI. Kosten ab 10 Euro.

Soweit so nachhaltig während der Periode. Hier gibts weitere Hilfen und Tipps für den Intimbereich – auch für Männer:

5. Urinella – für Komfort auf öffentlichen Toiletten

Festivalrowdys, ihr kennt das: spätestens nach dem ersten Band Auftritt sind Plumpsklos unbegehbar und im WC-Wagen kann man seinen Allerwertesten beim besten Willen nicht mehr auf der Klobrille positionieren: Wie schafft man es auch genau auf die vergleichsweise schmale Oberfläche zu pinkeln?! Praktisch wäre jetzt ein Penis. Die günstige Version der Geschlechtsumwandlung ist die Urinella. Da bleiben die Schenkel trocken und das Gesäß bakterienfrei. Anbieter wie LadyP haben sie jetzt sogar im hippen Neon-Orange für 17,50 Euro. Einmal gekauft könnt ihr sie auch auf Reisen gut verwenden und der Raststättentoilette den Rücken kehren.

6. Po-Duschen

Die vermeintlichen Waschbecken für Kleinkinder – Bidets – haben nur noch die Wenigsten zu Hause. Dabei kann eine Intimdusche die Erlösung von unangenehm rauem Toilettenpapier sein. Gerade als Frau während der Periode, schafft sie ein frisches Gefühl in der Hose. Wie praktisch so eine Po-Dusche sein kann, zeigen euch die Jungs von HappyPo.

Die Po-Dusche von HappyPo - Renaissance der Bidets.

Die Po-Dusche von HappyPo – Renaissance des Bidets.

7. Last but not least: Wasser

Bei all den Optionen für nachhaltige Hygiene ist sauberes Wasser ungeschlagen. Es ist PH-neutral und verträglich, wogegen Seifen und Cremes meist den PH-Wert im gesamten Intimbereich aus dem Gleichgewicht bringen. Wer es trotzdem angenehmer findet, kann mit der Hand spezielle Intimseifen anwenden.

Auch zur Reinigung der Menstruationstassen reicht bloßes Wasser. Die Expert*innen raten ab, sie mit Seife, Desinfektionsmitteln oder feuchten Tüchern zu reinigen, da im schlimmsten Fall das Silikon angegriffen werden kann.

Deshalb: Warum kompliziert, wenn es auch einfach und gesund geht?!

 

erschienen am 28. März 2017

 

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